Reflexionen zur Tagung „Literatur als Gedankenexperiment?“ – Ein Gespräch mit Dr. Falk Bornmüller

Vom 16.-18. März 2017 fand im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg/Saale die Tagung »Literatur als Gedankenexperiment?/Literature as Thought Experiment?« statt. Im Nachgang ein  Interview mit einem der Organisatoren, Dr. Falk Bornmüller (Universität Halle).

 

1.) Steht Euer Tagungsthema im Zentrum oder ist es eher ein Randthema der Philosophie?

Zum Glück gibt es nicht die eine Philosophie, weshalb die Verortung im Zentrum oder am Rand wie so oft eine Frage der Perspektive ist. Das Tagungsthema bezog sich auf eine aktuelle Debatte an der Schnittstelle von Ästhetik/Literaturwissenschaft und philosophischer Erkenntnistheorie. Es geht hierbei u.a. um die Frage, inwiefern Kunstwerke (in diesem Fall fiktionale literarische Texte) neben ihrer ästhetischen Dimension zudem einen ‚handfesten‘ kognitiven Wert besitzen und deshalb auch in epistemologischer Perspektive zu betrachten sind. Interessanterweise findet diese Debatte, die ja offenkundig  zwei unterschiedliche Disziplinen miteinander in Verbindung bringt, fast ausschließlich in der Philosophie und nicht zugleich in der Literaturwissenschaft statt, obwohl es durchaus LiteraturwissenschaftlerInnen gibt (wir hatten sie als Vortragende zu Gast), die sich für diese Fragestellung lebhaft interessieren. Wir selbst (Íngrid Vendrell Ferran, Johannes Franzen, Mathis Lessau und ich) sind von unseren intellektuellen Biografien her mit beiden Disziplinen vertraut, sehen uns aber schwerpunktmäßig entweder mehr in der Philosophie oder in der Literaturwissenschaft verankert. Im Prozess der Konzipierung, Vorbereitung und Durchführung der Tagung zeigte sich jedoch immer deutlicher, dass die Philosophie offenbar erfolgreicher und überzeugender dabei ist, diskursive Ressourcen bereitzustellen, um die Relevanz und den Stellenwert von Literatur beschreiben, in verschiedenen Hinsichten reflektieren und in eine interdisziplinär wie methodologisch vergleichende Perspektive setzen zu können. Insofern steht das Tagungsthema mit Sicherheit im Zentrum einer Philosophie, die sich um das Verständnis von Kunst im Allgemeinen und Literatur im Besonderen bemüht.

2.) Worin ist es ein Thema der Performativen Philosophie?

Literatur ist eine genuin künstlerische Praxis, die – wie andere künstlerische Praktiken auch – vielfältige Berührungspunkte mit unseren individuellen, sozialen, gesellschaftlichen, politischen und akademischen Bezugnahmen auf unser In-der-Welt-sein aufweist. Und sie kann als eine solche Praxis auch eine (philosophisch reflektierte) Erkenntnis initiieren, weiter verfolgen und vertiefen, weil sie andere – ungewöhnliche, variierende, ver- und befremdende bzw. irritierende und Neugierde weckende – Darstellungsformen zur Anwendung bringt. Literarische Texte haben einen Eigenwert, d.h. in der Regel werden sie nicht ausdrücklich und ausschließlich für den Zweck produziert, einen philosophischen Erkenntnisgehalt zu befördern oder sind – wie in diesem Fall – nicht in einem strikten Sinn als ein zu analysierendes Gedankenexperiment intendiert. Darin unterscheidet sich Literatur von Philosophie-Performances, die ja gerade diesen inszenatorisch gerichteten Charakter haben (sollen). Doch zumindest einige fiktionale literarische Texte haben die Qualität und das enorme Potenzial, dass sie als Gedankenexperimente gelesen und verstanden werden können, d.h. sie bieten aufgrund ihrer Mannigfaltigkeit und sinnlichen Dichte eine vielsagende Vorstellung (die perceptio praegnans von J.G. Baumgarten) an, die zum verstehenden Nachvollzug des Narrativs und zur nachhaltigen Reflexion geradezu einlädt. Die Frage, ob und inwiefern sich literarische Texte als Gedankenexperimente verstehen lassen, ist insofern ein Thema der Performativen Philosophie, als hierbei mit verschiedenen methodischen Mitteln (close readings von literarischen Beispielen; Konstellationen von narratologischen, produktions- und rezeptionsästhetischen Theorien usw.) untersucht wird, welche Elemente an diesen Kunstwerken es vermögen, dass sie zu Denk- und Reflexionsanlässen werden können. Zudem rückt damit in den Blick, was Literatur ‚für uns‘ ist, d.h. wie sie als eine künstlerisch-kreative Praxis unser akademisches und wissenschaftliches Denken maßgeblich anregt und beeinflusst.

3.) Gab es Diskussionen / Erkenntnisse, die dich überrascht haben?

Überrascht und erfreut hat mich, dass die Diskussionskultur in diesem interdisziplinären Kontext durchweg von der Begeisterung am gemeinsamen Denken getragen war und dadurch insgesamt wesentlich respektvollere Züge trug, als ich es sonst von rein philosophischen akademischen Veranstaltungen gewohnt bin. Vielleicht lag dies an der eher unüblichen interdisziplinären Verbindung von Denkenden, die sowohl ein theoretisch-wissenschaftliches Interesse an Theoriebildungen als auch die Faszination und – ja, man kann es sicher so direkt sagen – die Liebe für den ‚Gegenstand der Untersuchung‘, der eine ästhetische Erfahrung ermöglicht, teilten. Interessant war es, von LiteraturwissenschaftlerInnen als sehr positiv formulierte Rückmeldung zu hören, dass ihnen im Verlauf der Tagung bestimmte theoretische Zusammenhänge und Perspektiven im Blick auf die Literatur klarer geworden sind, weil wir einen philosophischen Schwerpunkt in der Erörterung gelegt hatten. Man könnte also – mit aller bescheidenen Vorsicht – aufgrund dessen vielleicht schon sagen, dass die Philosophie für die Bereitstellung einer grundlegenden, Disziplinen und verschiedene Praktiken verbindenden und vermittelnden Reflexionsebene immer noch einen sinnvollen Beitrag leisten kann.

4.) Wenn du die 10 Thesen zur Performativen Philosophie im Anschluss an Deine Tagung erweitern wolltest – was wären Deine Ergänzungen?

Mir fällt ad hoc keine Ergänzung oder Hinzufügung von Thesen ein – allerdings würde ich im Rückblick auf die Tagung gerne den Fokus für das ‚Gebiet‘ der Performativen Philosophie erweitern wollen: Es scheint mir bei den Thesen vor allem um ‚gemachte‘ Performances zu gehen, d.h. es werden absichtsvoll künstlerische Inszenierungen hervorgebracht, die von Anfang an schon eine ‚philosophische Grundierung‘ haben. Dabei kann für KünstlerInnen (aber auch für Kunstinteressierte allgemein) mitunter der fatale Eindruck entstehen, dass künstlerische Praktiken hier bloß noch instrumentell dafür in Anspruch genommen werden, ein bestimmten Zweck zu erfüllen, und der ästhetische Eigenwert von Kunst, der sich dem Selbstverständnis nach gerne jeder Verwertungslogik entziehen möchte, nicht mehr angemessen zur Geltung kommt. Vielleicht ließe sich hier zudem der Fokus auf Kunstwerke (in unserem Fall waren es eben literarische Texte) legen, die als Kunstwerke bereits bestehen und ihren eigenen ästhetischen Wert zum Ausdruck bringen, jedoch zudem als Denk- und Reflexionsanlässe verstanden werden können – gewissermaßen in einer doppelten Perspektivierung, die es allerdings zu vermeiden weiß, das eine auf das andere zu reduzieren bzw. das eine zugunsten des anderen streichen zu wollen.

 

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17.4.2018 / 20 Uhr /Forum Gestaltung Magdeburg: „Philosophie als Film?“ / „Das Gefühl zu denken“

Präsentation von Filmclips Magdeburger Studierender, Publikumsdiskussion mit Philosoph_innen der Otto-von-Guericke-Universität und Liveperformance von Veronika Reichl/Berlin im Rahmen der Reihe „Philosophie & Kunst“

„All diese Philosophen, schade dass sie keine Filme gemacht haben…“ formulierte der bekannte französische Filmemacher Jean Luc Godard vor 20 Jahren etwas provokativ in der „Archäologie des Kinos“. Doch ist es heute, im Zeitalter von Handykamera, Youtube und Internet, immer noch so, dass Philosoph_innen nur reden und schreiben und jedenfalls keine Filme machen können oder wollen?

Im Rahmen eines Projektes haben Studierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im letzten Jahr eine Reihe von kurzen Philosophie-Film-Clips gedreht. Einige von diesen Filmen und einige andere werden am 17. April im Forum Gestaltung erstmals öffentlich gezeigt. Anschließend diskutieren Prof. Eva Schürmann und Jun.-Prof. Sascha Benjamin Fink vom Bereich Philosophie der Magdeburger Universität zusammen mit der Berliner „Denk-Kino“-Spezialistin und Performerin Veronika Reichl und dem Publikum anhand des Gesehenen die Frage ob und wodurch Philosophie filmisch werden kann?

Und wenn philosophische Filme, einfach weil sie Filme sind, nicht nur unser Denken, sondern immer auch unsere Gefühle und Affekte ansprechen – gilt das dann vielleicht in Wirklichkeit auch für akademische Philosophie? Sind auch mit philosophischen Theorien „Gefühle“ verbunden? Im zweiten Teil des Abends zeigt Veronika Reichl zu dieser Frage dann – ebenfalls mit Filmunterstützung – ihre Performance: „Das Gefühl zu denken – über das Lesen von Theorie“.

Moderiert wird der Abend von Dr. Rainer Totzke (Expedition Philosophie e.V.)

ORT: Forum Gestaltung, Magdeburg,  Brandenburger Straße 10

Eintritt:  5 Euro (normal), Studierende 3 Euro

Weitere Informationen zur Veranstaltung auf:

www.iphi.ovgu.de, www.forum-gestaltung.de, www.expeditionphilosophie.wordpress.com

Soundcheck-Philosophie-Salon-Veranstaltungen 2018

Ort: Noch besser leben, Leipzig   /  Veranstalter: Expedition Philosophie e.V.

Flyer Vorn

7.3.2018, 20 Uhr:

  1. Soundcheck-Philosophie-Salon:

Bin ich sonderbar oder sind es die anderen? – Über blinde Flecke in unseren Beziehungen – Performance & visualisierte Diskussion mit Veronika Reichl (Berlin)

Wie bin ich als Einzelne(r) zwischen den Anderen? In welcher Weise bin ich eingebettet in meine Peergroup, zwischen meinen Kollegen, zwischen den Menschen in meiner Straße? Wie gut kann ich die Anderen und unsere Beziehungen zueinander wahrnehmen? Sind die anderen (wie der französische Philosoph Jean Luc Nancy sagt) immer ein bisschen sonderbar? Wie bilden sie in dieser Sonderbarkeit meine Normalität? Diesen Fragen geht der Soundcheck-Philosophie-Salon am 7. März im Noch besser leben nach. Als Diskussions-Input zeigt die Berliner Bildtheoretikerin, Autorin und Performerin Veronika Reichl ihre literarisch-philosophische Vortrags-Performance „Die Anderen als Hintergrund“. Das Ganze wird wie immer gerahmt von einem zuschaueraktivierenden Gesprächssetting, in dem diesmal u.a. eigene und fremde Sonderbarkeits-Erfahrungen visualisiert werden können. Response & Moderation: Rainer Totzke/Kurt Mondaugen (Expedition Philosophie e.V. Leipzig)

 

18.4.2018, 20 Uhr:

  1. Soundcheck-Philosophie-Salon:

„Philosophie & Wahnsinn?“ – Filme/Livecheck/Debatte/“Versingungen“/Open Space

Mit Beiträgen des Performance-Philosophie-Kollektiv philomation.com (Leipzig/Wien) zusammen mit der Tänzerin Chiara Kastner (Berlin): „Die Philomation der Vernunft“ und von Konstanze Caysa (Philosophin/Leipzig): „Der Künstlerphilosoph als aktiv Wahnsinniger“. Zusätzlich gibt es „Versingungen“ von August Priebe (Universalgelehrter/Leipzig) und wie immer ein waghalsiges Interaktionssetting für das Publikum. Moderation: Rainer Totzke/Kurt Mondaugen (Expedition Philosophie e.V. Leipzig)

 

11.10.2018, 20 Uhr:

  1. Soundcheck-Philosophie-Salon:

Politisch#Privat – Privater Raum/öffentlicher Raum und das Ende der Demokratie? Lecture-Performance/Diskussion/TonBildInstallation mit Publikum und Hannah Arendt

Was ist gegenwärtig eigentlich schon oder noch politisch? Hat das Private schon längst aufgehört, politisch zu sein, oder war es das nie, wie etwa Hannah Arendt meint? Was ist eigentlich „demokratisch“ am öffentlichen Raum, wenn dieser vorwiegend dazu genutzt wird, das Private via facebook, Twitter, etc. auszustellen? Der öffentliche Raum als Ausstellungsort des Privaten? Mit: Sonja Schierbaum (Philosophin/Uni Hamburg) und Sascha Lemke (Musiker und Multimediakünstler/Hamburg). Moderation: Katrin Felgenhauer (Expedition Philosophie e.V.)

 

8.11.2018, 20 Uhr:

  1. Soundcheck-Philosophie-Salon:

 „Demokratie UND/ODER Revolution?“ – Leseperformance, Provokation, Debatte 

Aus Anlass des 100. Jahrestages der deutschen Novemberrevolution 1918 diskutieren die Leipziger Philosophen, Schriftsteller und Performer Jan Kuhlbrodt, Radjo Monk und Kurt Mondaugen zusammen mit dem Publikum über die aktuelle Brisanz und Ambivalenz des Revolutionären und lesen zwischendurch aus ihren Revolutionsverarbeitungstexten. Moderation: Falk Bornmüller (Expedition Philosophie e.V.)

www.soundcheckphilosophie.de

 

 

20.01.2018 / 20 Uhr / Marburg / Theater im g-werk: „Philosophie-Labor – Grenzgänge und Expeditionen ins Denken“

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Was ist Performative Philosophie? Seit gut 10 Jahren gibt es mehr und mehr Versuche, Philosophie auf die Bühne zu holen und in der Begegnung mit künstlerischen Verfahren philosophische Fragen zu bearbeiten. Die Lecture Performance ist hier in der Disziplin angekommen! Protagonist/innen aus ganz Deutschland kommen ins G-Werk, um die Facetten dieser Entwicklung dem Marburger Publikum vorzustellen. Drei Kurzbeiträge von je ca. 20-30 Minuten zeigen die unterschiedlichen Herangehensweisen und laden anschließend zur Diskussion ein: Ist das noch Philosophie? Wie kommt man gemeinsam ins Denken?

ORT:  „Theater im g-werk“, Afföllerwiesen 3a, 35039 Marburg.

Eintritt: 3 Euro

Veranstalter: Expedition Philosophie e.V. / Kooperationspartner: German Stage Service (http://www.germanstageservice.de/), AG Sprechwissenschaft der Universität Marburg

Details zur Veranstaltung hier:

https://expeditionphilosophie.wordpress.com/

 

 

 

23.11.2017 / 20 Uhr / nbl, Leipzig – Soundcheck-Philosophie-Salon: „Philosophie # Theater?!“

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Live-Intervention, Response, Diskussion, Open Space mit gruppe tag, Rainer Totzke, Katrin Felgenhauer (expedition philosophie e.v.) u.a.

„Es gab die Philosophie als Roman (Hegel, Sartre); es gab die Philosophie als Meditation (Descartes, Heidegger); nun ersteht nach Zarathustra die Philosophie wieder als Theater.“ sagte Michel Foucault einmal in einem Interview. – An diesem Abend nun soll die These live am Beispiel ausgetestet und zusammen mit dem Publikum diskutiert werden: Wie lassen sich philosophische Theorien inszenieren? Wie kann man Philosophie auf die Bühne stellen? Hat Philosophieren in sich selber immer schon Aspekte von Inszenierung und Theatralität?

Dazu eingeladen ist das Theaterkollektiv gruppe tag aus Leipzig. Die Gruppe stellt eigene Arbeiten vor und präsentiert eine Lecture Performance über Sexismus im Philosophiebetrieb. Darüber hinaus ist das letzte Universalgenie, der Computerbot gottfried78, zu Gast und lädt ein, alle ungeklärten Fragen des Abends zu beantworten…

Response & Moderation: Kurt Mondaugen / Rainer Totzke / Katrin Felgenhauer (Expedition Philosophie e.V. Leipzig) / Open Space

Eine Veranstaltung des Expedition Philosophie e.V. in Kooperation mit dem Noch besser leben. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig.

Ort: Noch besser leben, Merseburger Str. 25/Ecke Karl-Heine-Straße, 04229 Leipzig

Beginn: 20 Uhr

Eintritt: Frei

 

www.soundcheckphilosophie.de

www.nochbesserleben.com

http://gruppe-tag.de/

www.sinnstudio.wordpress.com

31.10.2017 / 20 Uhr / Forum Gestaltung Magdeburg: „GOTT – eine gute Idee?“ – Philosophie-Poetry-Slam & Live-Concert

Gott eine gute Idee 1  slam-bild  Mondaugen Schamane Breit

Am Abend des Reformationstag – genau 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag – findet der mittlerweile 5. Magdeburger Philosophie-Poetry-Slam im Forum Gestaltung statt – und zwar zu der brisanten Frage: „GOTT – eine gute Idee?“ Im ersten Teil des Abends treten dabei fünf Slammer/innen mit ihren Texten gegeneinander an. Anders als beim normalen Slam sind Requisiten dabei erlaubt. Als Preise gibt es für die drei besten Texte Büchergutscheine. (Slammer/innen, die sich am Slam beteiligen wollen, können sich anmelden unter: rainer.totzke@ovgu.de). Im zweiten Teil des Abends testen dann der Spoken-Word-Dichter und Bewusstseinsphilosoph Kurt Mondaugen (aka Rainer Totzke) und die Magdeburger Independent-Band Verfolgte vom Orchester live und vor aller Augen GOTT in 95 existentialistischen Selbstversuchen. Semantische Selbstzweifel und Seelenperforation für alle Anwesenden inklusive. Anschließend: Chillout und philosophische Gottesdiskussion open end.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Bereich Philosophie/Lehrstuhl für Kulturphilosophie der OvGU und dem Forum Gestaltung in Kooperation mit Expedition Philosophie e.V. und dem Poetry-Slam-Veranstalter Halternativ e.V. 

 

ORT: Forum Gestaltung, Magdeburg,  Brandenburger Straße 10

Eintritt:  5 Euro (normal), Studierende 3 Euro

Weitere Informationen (Und Ausschreibung für den Slam) zur Veranstaltung auf:

www.iphi.ovgu.de

www.forum-gestaltung.de,

www.sinnstudio.wordpress.com, www.verfolgtevomorchester.de

Ansprechpartner: Dr. Rainer Totzke,   rainer.totzke@ovgu.de

Respond Art – Kooperation des Expedition Philosophie e.V. mit LOFFT – Das Theater Leipzig 2017

Kunst wirft viele Fragen auf – und beantwortet nicht alle. Im Gegenteil: oft fordert sie ihrerseits das Gespräch als Resonanzraum für Eindrücke, Fragen und Antworten. Mit Respond Art eröffnen die Akteure des Expedition Philosophie e.V. einen solchen Resonanzraum. In unterschiedlichen – durchaus auch spielerischen – Gesprächsformaten bieten sie dem Publikum die Möglichkeit, im Anschluss an ein gesehenes Stück, Erfahrungen und Eindrücke zur Sprache zu bringen und thematisch verknüpfte gesellschaftliche, künstlerische oder philosophische Fragestellungen zu diskutieren.

Im Anschluss an das Stück SURROUND kreieren die Philosoph_innen Eva Maria Gauß, Katrin Felgenhauer und Rainer Totzke vom Expedition Philosophie e.V.  am 13.10.2017 zum zweiten Mal eine performative Gesprächsinstallation im LOFFT. Unter dem Titel „Un-/Sichtbare Demokratie“ laden sie ein, gemeinsam mit den sichtbaren und unsichtbaren Formen des Sprechens in der Demokratie zu experimentieren. Perspektiv- und Reflexionswechsel inklusive. – Demokratie geht an die Nerven!

Details unter: http://www.lofft.de/web/aktuell.php?nr=796