„Es gibt das erste nur, wenn es das zweite gibt…“ – Videolink

Experimentelle Symbolverarbeitung nach Wittgenstein

Das Video ist eine Zeitrafferversion der Performance „Es gibt das erste nur, wenn es das zweite gibt…“ – Experimentelle Symbolverarbeitung nach Wittgenstein. Diese wurde am 9. Juni 2012 im Rahmen des Festivals [ soundcheck philosophie ] #2 im Theater Halle (Spielstätte: Schaufenster) (ur)aufgeführt.

An der Performance beteiligte Philosophen und Künstler: Karl-Heinz Heydecke (Musik/Lautpoesie), Britta Schulze (Live-Malerei), Kurt Mondaugen/Rainer Totzke (Konkrete Philosophie). Die Zeitrafferversion erstellte Robert Schäwe.

Was lässt sich sagen und was lässt sich (nur) zeigen? – Der Philosoph Ludwig Wittgenstein hat sich immer wieder mit den Darstellungsmöglichkeiten und der gegenseitigen Beziehung von gestischem, musikalischem, bildlichem und sprachlichem Ausdruck, sowie von Kunst und Philosophie beschäftigt. Die improvisative Performance nimmt diese Thematiken Wittgensteins in praktischer Weise auf und erprobt, was geschieht, wenn philosophische Reflexionen – Zitate Wittgensteins und philosophisch-literarische Adaptionen dieser Zitate – selber in ein transformierendes Wechselspiel zwischen den künstlerischen Medien Bild, Sprache, Stimme, Musik, Schrift geraten, wenn „Sagen“ und „Zeigen“ sich ineinander kreuzen.

Die Performance ist insofern „performativ“, als sie philosophische Sätze/Texte in einer Bühnensituation  zur Aufführung bringt, dabei die performative Dimension dieser Sätze/Texte ausstellt, also ihr „Unsagbares“ zeigt, und zugleich zeigt, welche jeweils situativen „Effekte“ diese Sätze/Texte  in anderen Medien haben – und genau darüber wieder im selben Moment zu sprechen versucht. Philosophie im/als Vollzug.

(Rainer Totzke)


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Festival [soundcheck philosophie] #2 am 9. und 10. Juni 2012 in Halle

Zum zweiten Mal trafen sich in Halle Philosoph/innen und Performer/innen, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und zu diskutieren: Wie lassen sich Philosophie und Wissenschaft heute angemessen vermitteln? Braucht es für einen gesellschaftlichen Diskurs komplexer theoretischer Fragen neue Formen kommunikativer … Weiterlesen